Aktuelles und Infosäule


27. Januar 2023 

Kinderbilder aus Theresienstadt

- eine berührende Eröffnung der Ausstellung am Gedenktag für die Opfer des Faschismus

In Anwesenheit von Bürgermeister Martin Hikel, der Bildungsstadträtin Karin Korte und weiterer Neuköllner BVV- und Abgeordnetenhausvertreter*innen von SPD und Bündnis 90/die Grünen Die ersten Besucherinnen und Besucher der Ausstellung wurde am 27. Januar die gemeinsame Ausstellung von Hufeisern gegen Rechts und dem Britzer Bürgerverein im Haus der Britzer Diakonie eröffnet.
Nicht nur in den Grußworten und einführenden Reden wurde auf die Aktualität der Themen „Antisemitismus” und „Rassismus”, sondern auch auf den ideologischen Hintergrund völkischen Denkens hingewiesen, der den Terror gegenüber und den Mord an den Kindern von Theresienstadt als Teil des faschistischen Holocaust begründete. Die Zeit dränge, neue Formen für das Postulat eines „Nie Wieder!” zu finden, da es immer weniger lebende Zeitzeugen gebe, die anhand ihres eigenen Lebenswegs über die faschistischen Verbrechen Ein Kinderbild von Josef Novák und auch über das Wegschauen großer Teile der deutschen Bevölkerung vor der systematischen Ausgrenzung und schließlich Ermordung von Jüdinnen und Juden sowie anderer Personengruppen berichten könnten. Zwar können Bilder, Berichte, Interviews, Besuche von Gedenkorten oder Filme die Diskussionen mit den Zeitzeugen nicht vollständig ersetzen, aber immerhin wird die notwendige Auseinandersetzung mit rassistischen Anschauungen und deren daraus erwachsenden menschenfeindlichen Aktivitäten veranschaulicht. Sie stellen damit ein Rüstzeug für die Debatte um ein menschenwürdiges, demokratisches Miteinander in unserer heutigen Gesellschaft dar. Dass dieses Rüstzeug durchaus eine Wirkung entfalten kann, zeigte sich bei der Betrachtung der ausgestellten Bilder, deren Eindringlichkeit bei vielen Besucher*innen eine tiefe Betroffenheit hinterließ. Das Publikum während der Erröffnungsreden
Die Anwesenden waren sich einig, dass eine Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Initiativen und den demokratischen Vertreter*innen in staatlichen Institutionen intensiviert, die gegenseitige Unterstützung bei Aktivitäten wie dieser Ausstellung gefördert werden muss, um ein lebendiges demokratisches Leben in unserem Bezirk zu fördern, das nicht von Einfalt, sondern von seiner gewachsenen Vielfalt geprägt wird.

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8. Januar 2023 

Wir stimmen gegen Nationalismus und Rassismus!

Plakataktion Neuköllner Organisationen und Einrichtungen in der Hufeisensiedlung

Am Sonntag, dem 8. Januar, wurden in der Hufeisensiedlung über 100 Plakate angebracht, auf denen ein breites Bündnis aus Schulen, Parteien, Organisationen dazu aufruft, bei den kommenden Wahlen keine rassistischen und nationalistischen Parteien in das Berliner Abgeordnetenhaus und die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung zu wählen.
Angesichts der Silvester-Krawalle ist dieser Aufruf notwendiger denn je. Nicht nur, aber vor allem die AfD überschlägt sich in ihren Äußerungen, die sich zu einem Frontalangriff auf Menschen mit Migrationsbiographien verdichtet haben. Die Aktiven zeigen die Plakate bevor diese plaziert werden. Generalisierend wird ihnen ein natürlicher Hang zu Gewalt und Kriminalität unterstellt. Dabei wird unterschlagen, dass es sich bei den während der Krawalle Festgenommenen zu einem Drittel um Jugendliche und junge Männer ohne Migrationshintergrund handelt. Gleichzeitig entledigt man sich auf diese Weise nach der unbequemen, aber notwendigen Untersuchung, woher die Hass- und Gewaltausbrüche nicht nur gegen die eigene Kieznachbarschaft, sondern vor allem gegen Polizei und zur Hilfe gerufene Rettungskräfte kommen.
Die Ethnisierung der sozialen Frage kann diese Konflikte nicht lösen, im Gegenteil, sie wird diese als Folge der weiteren Ausgrenzung und Diskriminierung weiter verschärfen.
Welche Geister die AfD mit ihren ständigen Angriffen auf unsere Mitbürger mit Migrationsbiographien hervorruft, kann in den sozialen Medien verfolgt werden, in denen Mord- und Gewaltfantasien gegen unsere migrantischen Mitbürgerinnen und -bürger das Thema beherrschen. Ein Plakat hängt an einer Laterne Hier zeigt sich, dass die mit der Propaganda der AfD verbundene Diskriminierung von Zuwanderern für diesen Teil der Bevölkerung grundlegende Menschenrechte außer Kraft setzt. Für die AfD sind die Silvester-Krawalle nichts anderes als Propagandamaterial im Kampf um eine andere, eine völkische Gesellschaft, in der demokratische Grundrechte, wie Presse- und Meinungsfreiheit, das Recht auf freie Religionsausübung oder die Unabhängigkeit der Justiz außer Kraft gesetzt werden.
Für die an der Plakataktion beteiligten Parteien, Organisationen und Schulen sind Menschenrechte aber nicht verhandelbar. Sie sind der substantielle Kern jeder Demokratie
Deshalb unterstützen die Mitglieder dieser Plakataktion eine Politik, die für alle Menschen gleiche Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe bietet.

In ihrer Pressemitteilung heißt es dazu:
„Wir leugnen nicht, dass es zwischen uns unterschiedliche Vorstellungen und Programme über die einzuschlagenden Wege gibt.
Aber in einem Punkt sind wir uns einig: Menschenrechte sind unteilbar.
In diesem Sinne setzen wir uns für eine Politik ein, die für den öffentlichen und sozialen Bereich Investitionen in Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Kultur, Gesundheit und Pflege sowie Verkehr und Wohnen in den Mittelpunkt stellt.
Dieser Weg kann allerdings nur bewältigt werden, wenn wir gemeinsam der Rechtsentwicklung Paroli bieten.”

Deshalb am 12. Februar: Keine Stimme für die AfD!

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9. November 2022 

Stille Helfer in der Hufeisensiedlung - es waren wenige, aber es gab sie!

Am Abend des 9. November 2022 kamen mehr als 50 Anwohnerinnen und Anwohner in der Parchimer Allee zusammen, um an den 84. Jahrestag des antisemitischen Nazi-Pogroms zu erinnern. Auch in der Hufeisensiedlung wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. September 1938 Scheiben jüdischer Geschäfte eingeworfen und an und vor den Häusern jüdischer Bewohnerinnen und Bewohner Parolen und Nazi-Symbole geschmiert. Ein Foto zeigt die Besrucherinnen und Besucher der Veranstaltung Diese antisemitischen Exzesse leiteten die Vertreibung und Ermordung von mehr als sechs Millionen europäische Juden in den folgenden Jahren ein. Niemals darf dieses Verbrechen vergessen werden.

In dem abendlichen Gedenken standen drei Familien im Vordergrund, die in keinem Geschichtsbuch verzeichnet sind und die auch manchem der Anwesenden unbekannt waren. An sie erinnerten Mitglieder von Hufeisern gegen Rechts mit kurzen Berichten und wiesen mit kleinen Schildern und auf den Bürgersteig mit Sprühkreide aufgetragenen Hinweisen auf deren Wohnorte hin. Sie wohnten in den Häusern Parchimer Allee 75, 85k und 91. Hier haben sie in der Zeit des Holocaust Jüdinnen vor ihren faschistischen Verfolgern versteckt und sie zusammen mit Freundinnen und Freunden versorgt. Ein Foto zeigt die niedergelgten Texte und Blumen In der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte haben Paul und Erika Seele, Rudolf und Anna Thal sowie Clemens und Ilse Seifert gemeinsam mit einigen Bekannten völlig unabhängig voneinander kleine Helfergruppen gebildet, die das Überleben von drei jüdischen Frauen ermöglicht hat.

Sie alle haben Menschlichkeit in einem unmenschlichen System gezeigt und zwar unter Inkaufnahme persönlicher Nachteile. Persönliche Nachteile klingt so harmlos. In Wirklichkeit war ihre Entscheidung, bedrohten Nachbarinnen und Nachbarn zu helfen, verbunden mit der Gefahr von Verhaftung und langjähriger Haft, mit der Schikanierung ihrer Kinder und Verwandten. All dieses hat sie aber nicht von ihrer Solidarität mit den Diskriminierten und Verfolgten abgehalten.

Der Spruch mit Sprühkreide: Stille Helfer mutig aufrecht unvergessen Rückblickend müssen wir sagen: „Es waren zu wenige, viel zu wenige, die in der Zeit, in der die Feinde des Lebens an der Macht waren, gegen diese aufgestanden sind.” Aber gerade sie verkörpern heutzutage mit ihrer Entschlossenheit in jener Zeit, in der die extremste Form einer undemokratischen, ja terroristischen Herrschaft in Deutschland existierte, das Vorbild für den Kern demokratischen Handelns, das Eintreten für eine demokratisch gesinnte Gesellschaft, in der das soziale und politische Miteinander auf Gleichberechtigung und gesicherter Achtung vor dem Anderen beruht.

An diesen mutigen Menschen, diesen stillen Helfern sollten wir uns orientieren, wenn es heutzutage darum geht, nicht zu schweigen oder wegzuschauen. Anlässe gibt es genug, wie die Angriffe auf unsere jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn in den letzten 12 Monaten sowie die antisemitischen und völkischen Aufkleber und Schmierereien in unserer Siedlung zeigen.

Umrahmt wurde das einstündige Gedenken mit zwei jiddischen Liedern, die zur nachdenklichen Stimmung dieses Abends beitrugen.

Lesen Sie hier den Redebeitrag zu Paul Seele
Lesen Sie hier den Redebeitrag zu Anna und Rudolf Thal
Lesen Sie hier den Redebeitrag zu Clemens und Ilse Seifert

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8. November 2022 

Niemand war überraschter als wir

Am 8. November 2022 wurde unsere Initiative Hufeisern gegen Rechts für ihren langjährigen Einsatz gegen rechte Umtriebe in unserer Siedlung, mit dem „Preis für Applaus beim Dinner Zivilcourage gegen Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Rassismus” des Förderkreises „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.” und der „Jüdischen Gemeinde zu Berlin” ausgezeichnet. Die Begründung weist vor allem auf unser lokales Auftreten gegen Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus sowie für die Erinnerung an die Verfolgung und Ermordung unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger hin.
Lea Rosh und Gideon Joffe mit Bärbel Bas in der Mitte In feierlichem Rahmen wurde uns der mit einer großzügigen Spende verbundene Preis von Frau Lea Rosh, Vorsitzende des Förderkreises, Frau Maria Blömer, Vorstandsmitglied des Förderkreises, sowie Herrn Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, überreicht.
Hufeisern gegen Rechts freut sich über die Anerkennung unseres Engagements.
Wir sehen in diesem Preis aber auch eine Würdigung der Menschen aus der Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung, die unsere Aktivitäten mitgetragen und uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Ohne ihren Beitrag wäre unsere Arbeit weitgehend wirkungslos geblieben.
Der Vorstand des Förderkreises Denkmal e.V. mit Außenministerin Annalena Baerbock Nur gemeinsam können wir den öffentlichen Raum gegen völkisch ausgerichtete Propaganda und Gewalt verteidigen und mit sozialer und demokratischer Kultur füllen. Pflegen wir weiterhin ein offenes und kritisches Miteinander, das unterschiedliche Wege nicht ausschließt, wenn es um das gemeinsame Ziel geht: die Wahrung von Menschenrechten und Menschenwürde. Sie sind und bleiben unteilbar!
In der Fortführung dieses Weges sehen wir den wahren Sinn dieser Auszeichnung und hoffen, dass wir ihrem Inhalt auch in Zukunft gerecht werden.
Hufeisern gegen Rechts sagt allen, die zu dieser Preisverleihung beigetragen haben: „Danke!”

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28. Oktober 2022 

Erneut Neonazi-Propaganda in Briefkästen von Bewohnerinnen und Bewohnern der Hufeisensiedlung

In der Nacht zum 28. Oktober wurden in Mietshäusern in und im Umfeld der Parchimer Allee von Mitgliedern der Neonazi-Gruppe „Der III. Weg” Flugblätter in die Briefkästen geworfen.
Wie üblich greifen die Neonazis einen aktuellen sozialen Konflikt auf, für den sie rassistisch aufgeladene „Lösungen” vorschlagen.
Diesmal geht es um die Verdrängung von Mietern aus ihren angestammten Wohnbezirken aufgrund steigender Mietkosten - ein reales Problem, gegen das sich vor einigen Jahren demokratische Mieterinitiativen gegründet haben. Vor einem Jahr haben diese Initiativen mit mehr als 1 Million Stimmen einen Volksentscheid in Berlin durchgesetzt, mit dem die Vergesellschaftung von privaten Immobiliengesellschaften (ausgenommen sind Genossenschaften) mit mehr als 3000 Wohnung per Gesetz erreicht werden soll.
Mit ihrem Flugblatt „Volksentscheid umsetzen - Deutsche Wohnen endlich enteignen!” will sich die Nazi-Gruppe an die Kampagne anhängen und als deren Verfechter erscheinen.
Doch worin sieht die Nazi-Gruppe die Ursachen und welche „Lösungen” bietet sie an? Karikatur: Neuer rechter Think Tank. Dort blubbert der braune Sumpf
Getreu dem Nazi-Grundsatz, die Auseinandersetzung verlaufe nicht zwischen Mietern und marktbeherrschenden Wohnungsgesellschaften, sondern zwischen Volksdeutschen und Fremden, werden internationale Gesellschaften in den Händen ausländischer „raffgieriger Immobilienhaie” für Mietsteigerungen und Verdrängung verantwortlich gemacht.
Deshalb besteht der erste Teil der „Lösung” in der Enteignung der internationalen Immobiliengesellschaften sowie dem „Verbot internationaler Konzerne Wohnraum in Deutschland zu kaufen”. Wieder einmal unterstellen die Nazis eine fremdländische Verschwörung, die das deutsche Volk ausplündere und dabei die willfährige Unterstützung bei den Politikern aller Parteien finde.
Wir fragen an dieser Stelle: Worin besteht die Andersartigkeit zwischen einem internationalen und einem nationalen Immobilienkonzern?
Die Statistik hinsichtlich des Umgangs mit den Mietern in Bezug auf Instandhaltung, Service und Miethöhe zeigt hier keine Unterschiede. Für die Mieter ist es gleichgültig, ob die großen Wohnungskonzerne national oder international organisiert sind. Die unsozialen Praktiken sind dieselben. Wieder einmal wird ein sozialer Konflikt nationalistisch und rassistisch aufgeladen.
Auch das zweite Instrument, das die Lage auf dem Wohnungsmarkt zugunsten der Mieter verändern soll, ist vom völkischen Rassismus geprägt: Die Entspannung auf dem Wohnungsmarkt soll mittels Ausweisung von Millionen Menschen mit migrantischem Hintergrund erfolgen. Durch die zügellose „Einwanderungspolitik der Herrschenden” dürften diese Millionen sich „in die soziale Hängematte legen.”
Das von einer Ausweisung dieser Menschen in Neukölln mehr als 1/3 der Einwohnerschaft betroffen wäre und damit Handwerk, Industrie, aber auch die gesamte Infrastruktur betroffen wäre, wird verschwiegen. Vielmehr sollen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft gegeneinander ausgespielt werden, die sich alle in einer gemeinsamen sozialen Lage befinden und dem Verdrängungseffekt auf dem Wohnungsmarkt ausgesetzt sind.
Das passt zum Parteiprogramm. Foto einer Demonstration gegen rechte Hetze Ideologisch gehört der „III. Weg” zum Radikalsten, was die rechtsextreme Szene in Deutschland derzeit zu bieten hat. Angestrebt wird ein „deutscher Sozialismus”, samt Wiederherstellung eines „Gesamtdeutschlands”, das „größer als die BRD” sei. Die „biologische Substanz des Volkes” sei zu erhalten, Migranten „stufenweise auszuweisen”. Der Verfassungsschutz sieht Anleihen bei der NSDAP.
Der „III. Weg” macht aus seinen Umsturzplänen keinen Hehl. Es gehe nicht um die Beseitigung von Fehlern im System, der Fehler sei das System, heißt es in seinen Veröffentlichungen.
Nicht die soziale Bedrohung von Berlinerinnen und Berlinern durch einen unregulierten Wohnungsmarkt soll behoben werden, sondern die Diskriminierung eines Teils der Bevölkerung und die Diskreditierung der demokratischen Verfassung steht im Mittelpunkt der Nazi-Propaganda.
Wer die gemeinsamen Interessen der Mieterinnen und Mieter leugnet und eine ethnische Spaltung konstruiert, schwächt die Mieterbewegung und jegliche demokratischen Aktivitäten.
Deshalb gehört dieses Flugblatt in den Altpapiercontainer, um zu Klopapier verarbeitet einem nützlichen Zweck zu dienen.

Hier geht es zu einer genaueren Einschätzung der Nazi-Gruppe „Der III. Weg”.

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12. Oktober 2022 

Würdigung einer Unbeugsamen – ein Stolperstein für Frida Winckelmann

Mehr als 70 Personen waren der Einladung von Hufeisern gegen Rechts gefolgt, um der sozialistischen Reformpädagogin und Widerstandskämpferin zu gedenken und sie zu ehren. Schon das Eingangslied, vorgetragen von der Akkordeonistin Isabel Neuenfeldt wies auf den langen politischen Weg hin, den Frida Winkelmann konsequent und allen Widerständen zum Trotz beschritten hat: Foto des gerade verlegten Stolpersteins „Auf Sozialisten schließt die Reihen”, so heißt die erste Zeile des seit dem Erfurter Parteitag der SPD 1891 zum klassischen Lied der deutschen Sozialdemokratie erhobenen „Sozialistenmarsch”. Die Reihen zu schließen und sie auszuweiten, dies war der zentrale Leitfaden im Denken und Handeln von Frida der, in denen sie diesen Leitsatz zu verwirklichen suchte, konzentrierte sich der Redebeitrag von Hufeisern gegen Rechts. Zum einen ging es um die Schul- und Bildungspolitik, wo sie die Brechung des bürgerlichen Bildungsmonopols und die Förderung von Arbeiterkindern mittels des Kampfes um eine einheitliche Schule für alle Kinder zu ihrem Ziel erhob. Foto der Besucher der Stolpersteinverlegung Zum anderen war Frida Winckelmann überzeugt, dass der Kampf um eine sozialistische Gesellschaft den Kampf gegen Krieg und Unterdrückung einschloss. So stand sie ab 1914 auf der Seite der Kriegsgegner und trat 1917 zur USPD über. Die Erfahrungen aus der Revolution führten sie zu der Erkenntnis, dass der Kampf um eine soziale und gerechte Gesellschaft nur auf der Grundlage eines einheitlichen Handelns der Arbeiterorganisationen geführt werden könne. Später, nachdem sie für die KPD im Thüringer Landtag saß, grenzte sie sich scharf von der Linie ihrer Partei ab, die den gemeinsamen Kampf mit der SPD um Reformen durch den Kampf gegen die Sozialdemokratie ersetzt hatte, mit der Folge ihres Ausschlusses. Isabel Neuenfeldt spielt ein Lied Als die Gefahr des Faschismus immer offensichtlicher wurde, engagierte sie sich vor allem in der kleinen Sozialistischen Arbeiterpartei, die die antifaschistische Einheitsfront zu ihrem zentralen Programmpunkt erhoben hatte. Auch nach der Machteroberung der Nationalsozialisten versuchte sie dem Gedanken Rechnung zu tragen, den Widerstand ohne parteiliche Schranken zu organisieren. Selbst nach ihrer Inhaftierung im Frauen-KZ Moringen verfolgte sie diesen Weg weiter und organisierte unter ihren Mithäftlingen Bildungs- und Diskussionszirkel. Nach ihrer Haftentlassung kam sie in Britz bei einer ehemaligen Schülerin unter. Als diese nach England emigrierte, zog Frida Winckelmann in ihren letzten Wohnort um, in die Malchiner Str. 47. Hier erinnert seit dem 12. Oktober 2022 der Stolperstein an die Frau, deren Leben vom unermüdlichen Einsatz für soziale Rechte und gegen Willkür und Unterdrückung bestimmt war - ein Vorbild in der heutigen Zeit.

Auf diesen Aspekt wies auch Robert Giese, Schulleiter der Fritz-Karsen-Schule, hin. der Leiter der Fritz-Karsen-Schule Robert Giese hält eine Rede Auch heute findet die Auseinandersetzung um eine einheitliche Schule für alle in der deutschen Bildungspolitik ihre Fortsetzung. Die Unterstützung der Gemeinschaftsschule ist auch in Berlin keine Selbstverständlichkeit. Die Förderung von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen muss immer wieder neu erkämpft werden - gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen das finanzpolitische Argument immer wieder zu Angriffen von konservativen und neoliberalen Kräften auf eine Bildungspraxis genutzt wird, die sich die Brechung von Bildungsschranken zum Ziel gesetzt hat. Frida Winckelmann, 1943 in Britz verstorben, ist noch heute mit ihren Ideen in den alltäglichen politischen Auseinandersetzungen lebendig.

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24. September 2022 

Erinnerung an die Kriegsgegner und Antifaschisten Erich Mühsam und Leon Hirsch in der Hufeisensiedlung: Ihre pazifistische Haltung ist mehr als zeitgemäß!

Am Samstagnachmittag, dem 24. September, musste die Dörchläuchtingstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Stolperstein von Leon Hirsch mit Foto Viele Personen aus der Hufeisensiedlung und Freunde des anarchistischen Dichters Erich Mühsam waren zu seiner diesjährigen Ehrung gekommen, zu der Hufeisern gegen Rechts an seinem Gedenkstein neben seiner ehemaligen Wohnung aufgerufen hatte. Hier war Erich Mühsam in den frühen Morgenstunden des 28. Februars 1933 von zwei preußischen Polizeibeamten in Begleitung von mehreren SA-Männern verhaftet und anschließend durch mehrere Gefängnisse und Konzentrationslager geschleppt worden ist. 14 Monate später wurde er von SS-Männer im KZ Oranienburg ermordet. „Das rote Judenaas muss weg!” hatte der Berliner Gauleiter Goebbels schon 1931 den Berliner Nazis zugerufen. Spätestens nach Mühsams Beteiligung an der Münchener Räterepublik war er zum Erzfeind der deutschen Faschisten geworden, war er doch während der gesamten Weimarer Republik ein ständiger Mahner vor der faschistischen Gefahr und hatte kaum eine Gelegenheit versäumt, den rassistischen Terror der NSDAP und ihrer Anhänger öffentlich anzuklagen. Lienhard Böhning, Vorsitzender der Erich-Mühsam-Gesellschaft (Foto: Hufeisern gegen Rechts) Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern befand sich auch Lienhard Böhning, Vorsitzender der Erich-Mühsam-Gesellschaft, der in seiner Rede nicht nur die Aktualität von Mühsams Antifaschismus, sondern auch seine pazifistische Haltung betonte, die gerade angesichts des Krieges der russischen Machthaber gegen die Ukraine, aber auch der milliardenschweren Aufrüstung der Bundeswehr einen neuen Stellenwert gewinnt. Böhning wies auf die innere Zerrissenheit von Mühsam zu Beginn des 1. Weltkrieges hin. Hatte der entschiedene Kriegsgegner doch zunächst den deutschen Waffengang mit der Gefahr der „russischen Barbaren” gerechtfertigt und sich der Burgfriedenspolitik angeschlossen. Doch kurze Zeit später wandte er sich wieder seiner alten Position zu und bemühte sich, eine Friedensfront aus Anarchisten, Sozialisten und bürgerlichen Kräften zu schaffen, um die Grauen des Krieges zu beenden. Isabel Neuenfeldt (Foto: Hufeisern gegen Rechts) Ohne die historischen Unterschiede zu vernachlässigen, zog Böhning Parallelen zur heutigen Propaganda, mit der für die militärische Unterstützung der Ukraine durch die Bundesrepublik Stimmung erzeugt wird. Wieder taucht das Gespenst des russischen Barbaren auf, die Unkultur als ein Charakterzug der russischen Bevölkerung. Die Anerkennung des Rechts auf Selbstverteidigung der staatlichen Souveränität der Ukraine dürfe nicht als Rechtfertigung zur Verurteilung von pazifistischen Lösungen dienen, wie sie von Vertreterinnen und Vertretern der Regierungsparteien mit massivem Aufwand betrieben werde. Mühsams Haltung zum Krieg stelle ein Beispiel dar, wie seine der Humanität und der Beendigung des militärischen Waffengangs verpflichtenden Haltung zur Leitlinie von Politik erkämpft werden könne.
Anschließend wurde in der Nachbarstraße vor dem Haus Paster-Behrens-Straße 16 ein Stolperstein für Mühsams Freund und politischen Weggefährten Leon Hirsch, dem Verleger und Leiter des politischen Kabaretts „Die Wespen”, verlegt. Frank-Burkhard Habel, Vorsitzwender der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft (Foto: Hufeisern gege Rechts) Auch er wurde wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner antifaschistischen Haltung von den Nazis zum Staatsfeind erklärt. Im Gegensatz zu Erich Mühsam gelang ihm jedoch die Flucht ins Schweizer Exil. Burkhard Habel, Vorsitzender der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft würdigte in seinem Beitrag „den kleinen Mann mit der großen Brille” als einen Kosmopoliten, der sein ganzes Leben immer dort gestanden hat, wo die Armen und Unterdrückten, die Einfachen und Zukurzgekommenen standen. Mit den Worten von Kurt Tucholsky wies auch er auf die Bedeutung des Pazifismus in der heutigen Zeit hin, der endlich aus der Rolle der Diffamierung heraus in den öffentlichen Diskurs als zivilisatorisches Gedankengut einer demokratischen und humanistischen Gesellschaft Eingang finden muss.
Begleitet wurde die Veranstaltung von Isabel Neuenfeldt, die zwischen den Redebeiträgen mit Liedern von Erich Mühsam, Else Lasker-Schüler, Kurt Tucholsky und Erich Weinert dem Gedenken einen würdigen und nachdenklichen Rahmen gestaltete.

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18. September 2022 

Solidarität mit den Kriegsopfern in der Ukraine

Auf dem Flohmarkt am Hufeisen haben wir Medikamente und orthopädische Hilfsmittel für die vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine gesammelt. Foto der Sammelstelle für die Spenden Wie bei der ersten Sammelaktion im März dieses Jahres wurden auch bei dieser zweiten Sammlung zahlreiche Spenden von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung übergeben, so dass wir mit einem vollgepackten Bus zur Ukraine-Hilfe Berlin e.V. fahren konnten.

Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern für dieses eindrucksvolle Zeichen der Solidarität.

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7. September 2022 

Pressemitteilung der Anwohner*inneninitiatve „Hufeisern gegen Rechts” vom 7. September 2022

Neonazistische Drohung in der Hufeisensiedlung - Info-Säule der Initiative „Hufeisern gegen Rechts” mit Parole und NS-Kennzeichen besudelt!

Am Wochenende entdeckte eine Bewohnerin an der Infosäule der Anwohner*inneninitiative „Hufeisern gegen Rechts” in der Hufeisensiedlung eine großflächig angeschmierte Nazi-Drohung. Unter einem ca. 30cm x 30 cm großen Hakenkreuz war ein Din A 1-großes Info-Plakat zur Geschichte der Hufeisensiedlung mit der Parole „Wir sind überall” und den Kennzeichen von SS und SA in Runenschrift besudelt worden. Foto der beschmierten Info-Säule Nachdem die Polizei die Kennzeichen und die Parole übersprüht hatte, haben mittlerweile Mitglieder von Hufeisern gegen Rechts das Plakat wieder gereinigt.
Die Initiative musste in den vergangenen Wochen wieder häufiger Hakenkreuze, Keltenkreuze und andere Nazi-Symbole von Mülleimern, Postverteilerkästen usw. in und im Umfeld der Hufeisensiedlung beseitigt. Die aktuelle Schmiererei auf der Info-Säule ist seit drei Jahren die erste offen ausgesprochene, mit einem Text formulierte Drohung, die offenbar andeuten soll, dass demokratisches Engagement von Rechtsextremisten beobachtet wird.
In diesen Zusammenhang passt auch das Auftreten von Mitgliedern der neonazistischen Gruppierung „Der III. Weg”, die bereits zweimal in diesem Jahr flächendeckend in der Hufeisensiedlung mit Flugblattaktionen in Erscheinung getreten sind. Dass es nicht nur bei Drohungen bleibt, hat der Anschlag auf eine jüdische Familie gezeigt, die in den vergangenen Monaten mehrere Male mit Hakenkreuzkennzeichnung am Haus, Reizgas und sowie einem Brandanschlag attackiert worden ist.
In allen Fällen hat die Polizei Anzeigen aufgenommen, aber die Erfahrung lässt wenig Hoffnung zu, dass die Täter gefasst werden.
Möglicherweise steht der jüngste Anschlag im Zusammenhang mit dem zzt. laufenden Prozess gegen zwei Hauptverdächtige der rechten Neuköllner Anschlagsserie - die Hufeisensiedlung war ein Schwerpunkt der entsprechenden Nazi-Aktivitäten.
Auffällig ist auch, dass der Anschlag zeitlich mit der Ankündigung des jährlichen Gedenkens an den Antifaschisten Erich Mühsam korrespondiert, der von 1927 bis zu seiner Verhaftung 1933 in der Hufeisensiedlung gelebt hat und 1934 von der SS im KZ Oranienburg ermordet worden ist. Bereits 2012 wurde seine von der Initiative gepflegte Gedenkstätte von Neonazis geschändet und musste aufwendig wiederhergestellt werden.
Die Mitglieder der Initiative haben sich in der Vergangenheit nicht von den rechten Drohungen abhalten lassen, gegen Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus sowie für ein soziales und demokratisches Miteinander in der Siedlung einzutreten, und das werden wir auch weiterhin gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern fortsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts

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8. September 2022 

„Krieg, Lüge, Hunger, Gestapo” – gegen „das Naziparadies”: Stolpersteinverlegung für den Antifaschisten Friedrich Rehmer

Mehr als 50 Personen waren der Einladung unserer Initiative gefolgt, um am Vormittag des 8. September 2022 vor dem Haus Harzer Straße 33 den Antifaschisten Friedrich Rehmer zu ehren und die Stolpersteinverlegung für ihn zu einem würdigen Gedenken zu machen. Einen großen Anteil an der eindrucksvollen Atmosphäre hatte die Gruppe „Querbeet” mit ihren sorgfältig ausgewählten, dem nachdenklichen Anlass angemessenen musikalischen Beiträgen. Foto der Ansprache für die Verlegung des Stolpersteins für Friedrich Rehmer Der Neuköllner Friedrich Rehmer gehörte dem Widerstandszirkel um den Psychoanalytiker John Rittmeister an. Der Kreis bestand aus mehrheitlich jungen Frauen und Männer, die aus unterschiedlichen Gründen gegen die Nazi-Herrschaft aktiv geworden waren. Sie hörten ausländische Sender, diskutierten antifaschistische Schriften und riefen mit Flugblättern zum Sturz der Nazi-Herrschaft auf. Rehmer, der als Soldat Kriegsverbrechen der Wehrmacht an der sowjetischen Bevölkerung erlebt hatte und mit einer schweren Kriegsverletzung im Reservelazarett in Berlin-Britz lag, nahm mit anderen Mitgliedern des Rittmeister-Kreises an der Klebezettel-Aktion gegen die antibolschewistische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” am 18. Mai 1942 teil. Der Kontakt der Gruppe mit dem Widerstandskämpfer Harro Schulze-Boysen wurde den Mitgliedern des Rittmeister-Zirkels zum Verhängnis. Foto des Stolpersteins für Friedrich Rehmer Als durch einen Fehler des sowjetischen Geheimdienstes Schulze-Boysen, Arvid und Mildred Harnack sowie weitere Widerstandskämpfer des Widerstandsnetzwerkes „Rote Kapelle” von der Gestapo verhaftet wurden, wurde auch die Rittmeister-Gruppe aufgerollt. Am 18. Januar 1943 verurteilte das Reichskriegsgericht Friedrich Rehmer wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Kriegsverrat zum Tode. Im selben Prozess wurde auch seine Verlobte, die im siebten Monat schwangere Liane Berkowitz, zum Tode verurteilt. Rehmer wurde am 13. Mai 1943 in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee mit dem Fallbeil ermordet. Er wurde 21 Jahre alt. Der Besuch seiner am 12. April im Frauengefängnis Barnimstraße geborenen Tochter Irina wurde ihm verweigert. Das Kind starb am 16. Oktober 1943 im Krankenhaus Eberswalde, vermutlich aufgrund von Unterernährung und mangelnder medizinischer Versorgung. Das Urteil gegen Friedrich Rehmer wurde erst 2009 zum Unrechtsurteil erklärt und er zusammen mit allen Angehörigen des Widerstandsverbundes „Rote Kapelle” rehabilitiert.
Gerade heute, wo sich in unserem Land wieder eine Kriegsstimmung breit macht und die gesammelte Rechte die soziale und politische Krise mit völkischen Parolen zu nutzen sucht, um weiteren Einfluss zu gewinnen, bedeutet das Handeln von Friedrich Rehmer und der „Roten Kapelle” mehr als eine Erinnerung. Auch wenn den Antifaschisten der „Roten Kapelle” der Erfolg versagt blieb, so haben sie den Weg für alle Demokraten von heute gewiesen:
Nur gemeinsam über die Parteigrenzen hinweg können wir den rechten Feinden der zivilisierten Gesellschaft erfolgreich entgegentreten.

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Infosäule 

Pflege der Infosäule

Die Pflege der Litfaßsäule vor der Hufeisentreppe, die im Rahmen des berlinweiten Projekts „Zerstörte Vielfalt” errichtet wurde, hat die Anwohnerinitiative Hufeisern gegen Rechts als Möglichkeit zur Erinnerung und zur Kommunikation übernommen und werden sie in den nächsten Jahren gestalten.

Die offizielle Übernahme erfolgte am 1. Januar 2014.

Foto der Infosäule aus dem Jahr 2015 Die Säule befindet sich direkt vor der Hufeisentreppe in der

Fritz-Reuter-Allee 46,
12359 Berlin.


Im Folgenden kann die Historie aller bisherigen Plakate der Infosäule angeschaut werden:

27. Januar 2023 - Kinderbilder aus Theresienstadt
24. September 2022 - Erinnerung an Erich Mühsam
19. Mai 2022 - Diskussionsveranstaltung zum Ukraine Krieg
27. Januar 2022 - Gedenken zum 77. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz
8. Mai 2021 - Zwangsarbeit in der Hufeisensiedlung
17. Juli 2021 - Gedenken an Erich Mühsam
27. Januar 2021 - Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
7. November 2021 - Kinder der Blockade
11. Juli 2020 - Kennst du das Land, wo die Faschisten blühn
8. Mai 2020 - 75 Jahre Kriegsende Plakat
DGB-Plakat zum 1. Mai 2020 am Hufeisen (360 Grad Ansicht)
Solidaritätsplakat VVN Antifaschissmus ist geminnützig
8. November 2019 - Horst Selbiger, Überlebender des Holocaust
10. August 2019 - Erich Mühsam: Lieder - Songs - Gedichte
16. Februar 2019 - Juna Grossmann liest aus ihrem Buch Schonzeit vorbei
18. Juli 2018 - Eine Hommage an Zenzl und Erich Mühsam
Erinnerung an die Schändung der Stolpersteine in der Hufeisensiedlung
15. Juli 2017 - Erich Mühsam Gedenk und Sommerfest
9. November 2016 - Stolpersteinrungang
1. Oktober 2016 - Marina Caba Rall liest aus ihrem Roman Esperanza
10. Juli 2016 - Eine Hommage an Erich Mühsam
Ausstellung über Margarete Kubicka
10. Juli 2015 - Erich Mühsam Lesung
10. Juli 2014 - Zum 80. Todestag von Erich Mühsam
Plakat der Kubicki Austellung
Gertrud Seele wohnte von 1932-1945 mit ihrer Familie in der Parchimer Allee 75
Die Siedlung in Nachkriegszeit und Gegenwart
Die Großsiedlung Britz in der NS-Zeit
Die Entstehung der Großsiedlung Britz in der Weimarer Republik
Entstehung der Initiative Hufeisern gegen Rechts

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Auflistung der Broschüren 

Broschüren der Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts

Alle Broschüren sind im Museum Neukölln archiviert und können dort eingesehen werden.
Darüber hinaus sind sie in der Britzer Filiale der Stadtbibliothek Neukölln, der „Margarete-Kubicka-Bibliothek” in der Gutschmidtstraße 33, ausleihbar.
Sie sind entsprechend auch über den Berliner Leihverkehr der Stadtbüchereien überallhin bestellbar.
Ab 2023 werden wir die Texte nach und nach digitalisieren.

1. Stanislaw Kubicki - ein deutsch-polnischer Avantgardist aus der Hufeisensiedlung, Berlin 2014, 2. Auflage Berlin 2018.

2. Margarete Kubicka - „Du nicht, du bunte Narrenwelt, du nicht”, Berlin 2015.

3. Margarete Kubicka - Illustrationen zu dem Roman „Die drei Sprünge des Wang-lun„ von Alexander Döblin, Berlin 2015.

4. Georg Obst - ein Britzer Sozialdemokrat im Widerstand, Berlin 2016.

5. Wienand Kaasch - Gewerkschafter, Kommunist, Widerstandskämpfer, Berlin 2017.

6. Adolf Mockrauer - jüdischer Apotheker der Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung.
Bei den Anwohner*innen beliebt und anerkannt, von den Nazis terrorisiert, zur Flucht gezwungen und im chilenischen Exil in den Tod getrieben, Berlin 2018.

7. Rudolf Peter - „Hitlers Niederlage ist nicht unsere Niederlage, sondern unser Sieg!” – Widerstandskämpfer der Saefkow-Jacob-Bästlein-Gruppe, Berlin 2018.

8. Gertrud Seele - wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung von den Nazis ermordet, Berlin 2018.

9. Charlotte Adel - Widerstandskämpferin, Mitglied der SAPD, Berlin 2018.

10. Leon Hirsch - jüdischer Anarchist, Buchhändler Verleger und Leiter des Kabaretts „Die Wespen”, Berlin 2019, 2. Aufl. 2022

11. Vom Rechtspopulismus zur völkischen Rechtspartei – AfD (Teil 1), Berlin 2019.

12. Vom Rechtspopulismus zur völkischen Rechtspartei – AfD (Teil 2), Berlin 2020.

13. Margarete Kubicka - Künstlerin, Pädagogin, Anarchistin und Antifaschistin, Berlin 2020.

14. Zwangsarbeit in der Hufeisensiedlung - eine verdrängte Geschichte, Berlin 2021.

15. Gegen Krieg und Faschismus, für Frieden und Freiheit kämpften und starben die Antifaschist*innen Werner und Elfriede Schaumann, Berlin 2021.

16. Friedrich Rehmer - „Was blieb uns anderes übrig, als die Völkern informieren, was der Faschismus gegen sie im Schilde führte.” – Mitglied der „Roten Kapelle”, Berlin 2022

17. Frida Winckelmann - Erinnerung an die antifaschistische Pädagogin und Widerstandskämpferin, Berlin 2022

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